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Informationen zum Verein
Die Jugend- und Drogenberatungsstelle der “Aktion Selbsthilfe” für Drogengefährdete e.V. ist am 22. Mai 1972 gegründet worden. Grundsätzliches Behandlungsziel bei allen Hilfeangeboten ist die Unabhängigkeit. Innerhalb des Interventionsspektrums gibt es viele Therapieziele (Therapiehierarchie). Durchgängig gilt die Vorgabe des Sozialgesetzbuches (SGB): Lindern, bessern, heilen! Wir sind ein multiprofessionelles Team mit derzeit 11 Mitarbeitern, bestehend aus Sozialarbeitern / Sozialpädagogen, Psychotherapeuten, einer Verwaltungskraft, einer Küchen- und einer Reinigungskraft. Der Verein ist weltanschaulich und politisch neutral und dem “Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV)” angeschlossen. Er war die erste Hilfeeinrichtung für Rheine und den Kreis Steinfurt, die sich, im Gegensatz zu den schon länger existierenden “klassischen Suchtberatungsstellen”, speziell um die Probleme drogengefährdeter- und abhängiger, meist illegale Drogen konsumierender junger Menschen und deren Bezugspersonen kümmerte. Heute, viele Jahre später, liegt unser Schwerpunkt nach wie vor bei den Konsumenten illegaler Drogen. Politoxikomanie (Mehrfachabhängigkeit) und Alkoholismus haben jedoch zahlenmäßig in der Betreuung zugenommen, ebenso ist das Klientel teilweise mit uns älter geworden. So betreuen wir mittlerweile Personen mit einer Altersspanne von ca. 14 bis 50 Jahren. Neben der Drogenberatung mit seinen klassischen Angeboten wie Beratung, Begleitung, Behandlung und Vermittlung unterhält der Verein einen offenen Treffpunkt in Form eines Kontaktladens (Café Relax) mit niedrigschwelligen Zugangsvoraussetzungen und Angeboten. Ebenso stellt die Drogen- bzw. Suchtvorbeugung einen traditionellen Schwerpunkt der Arbeit dar. Durch die Eröffnung einer “Fachstelle für Suchtvorbeugung” und einer zusätzlichen Fachkraft können wir den Anfragen besser gerecht werden und den Stellenwert vorbeugender Arbeit erhöhen. Seit dem 01.12.1989 bieten wir das “Betreute Wohnen” an für Personen, die dieser Betreuungsform bedürfen. Zur Zeit werden 21 Personen in jeweiligen Wohn- und Betreuungsverhältnissen durch uns betreut. Seit 1994 beschäftigen wir Frau Ute Moers als zusätzliche Fachkraft für die psychosoziale Betreuung von Personen, die mit Methadon substituiert werden. Seit drei Jahren laufen zusätzliche Projekte mit Kindern suchtkranker Eltern (Projekt Kanguruh) sowie für Migranten. |