Café Relax

Die Prinzipien der Kontaktladenarbeit

Die Arbeit ist niedrigschwellig und akzeptanzorientiert, d.h. die Nutzung der Angebote ist freiwillig, die Zugangsvoraussetzungen sind gering. Die Zielsetzungen des Kontaktladens bestehen darin die Lebensbedingungen von kriminalisierten Drogengebrauchenden zu erleichtern, zu “normalisieren” und zu verbessern, und zwar unabhängig davon, ob diese mit dem Drogengebrauch aufhören wollen und können oder nicht.


Unsere Angebote zielen also primär nicht auf Drogenab-
stinenz ab, sondern auf die Verringerung der mit dem
illegalisierten Drogengebrauch verbundenen gesundheit-
lichen, psychischen, sozialen und materiellen Risiken.
Im Kontaktladen selbst herrscht aus rechtlichen
und atmosphärischen  Gründen Drogengebrauchsverbot.

  • Kein Dealen im Cafè
  • Keine Hehlerei
  • Keine Gewalt
    bzw. Gewaltandrohung gegen MitarbeiterInnen und andere Cafèbesucher
     

 

Das “Cafè Relax” ist für zahlreiche Drogengebrauchende aus Rheine und Umgebung regelmäßiger Aufenthaltsort und Treffpunkt mit folgenden Angeboten:

Lebenspraktische Hilfen

  • Aufenthaltsmöglichkeiten im Sinne von Schutz und Ruhe
  • Duschmöglichkeiten
  • Pflege der Kleidung ( Waschmaschine/Trockner)
  • Kleiderkiste ( kostenlos gebrauchte und neue Kleidung)
  • Preiswerte und nahrhafte Mahlzeiten und Gertränke
  • Meldung der Postadresse im Cafè
  • Medizinische Grundversorgung
  • Abgabe von Kondomen
  • Clubtelefon- Anrufe ins Cafè sind möglich
     

 

Angebote in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit

  • Schwimmen, Kegeln, Billard, Tischtennis
  • Klavier
  • Gesellschaftsspiele
  • Filmvorführung
  • Auslegen von Zeitungen, Zeitschriften, Info-Materialien
  • Radtour, Wanderungen, Bootsfahrten, Picknick
  • Mehrtägige Ferienfreizeit
  • Hausinterne jahreszeitlich bedingte Feiern
  • Besuch von kulturellen Veranstaltungen (Kino, Theater, Ausstellungen)

 

Beratung und Betreuung

  • Krisenintervention
  • Psychosoziale Betreuung bei Methadon-Substituierten
  • Rechts- und Schuldnerberatung
  • Hilfestellung beim Umgang mit Behörden
  • Beratung bei drogenspezifischen Begleiterkrankungen (Safer-Use-Regeln, HIV-Prophylaxe, Hepatitisaufklärung)
  • Besuche in der JVA
  • Vermittlung in andere Drogenhilfeeinrichtungen

 

Angebote zur Eingliederung in das Berufsleben

Der “niedrigschwellige” Bereich bietet durch tagesstrukturierende Maßnahmen die Eingliederung ins Berufsleben.
Dazu gehören folgende Projekte:

  • “Fahrradwerkstatt”
    Um handwerkliche Fähigkeiten zu fördern oder zu erlernen, werden alte Fahrräder angekauft, repariert, instand gesetzt und verkauft
     
  • “Holzwerkstatt”
    Eine mit geeigneten Maschinen und Werkzeugen ausgestattete Werkstatt ermöglicht ein fachgerechtes Arbeiten am Material “Holz”
     
  • Kochen
    Mit dem Ziel, sich eigenständig versorgen zu können, lernt der Klient / die Klientin die Organisation des Einkaufs, Vorbereitung und Erstellung der täglichen Mahlzeiten, Sauberhaltung des Arbeitsbereiches

    Darüber hinaus bestehen gute Kontakte zu örtlichen Maßnahmeträgern, die es ermöglichen, bei einzelnen Personen Umschulungsmaßnahmen einzuleiten.