Beratungsstellenangebote – Beratung

Die Beratungsstelle der Jugend- und Drogenberatungsstelle "Aktion Selbsthilfe e.V." an der
Thiemauer-42 in Rheine ist die zentrale Koordinierungsstelle für alle ambulanten Angebote des Vereins.

Eingehende Informations-, Termin- und Beratungswünsche werden im Sekretariat (Frau Plener) entgegengenommen und bei Bedarf an die zuständigen Fachkolleginnen und –kollegen weitergeleitet.

Während der Öffnungszeiten kann jede(r) Ratsuchende die Beratungsstelle aufsuchen
und wird sobald als möglich bedient.

Hinter der Bezeichnung "Beratung" verbergen sich folgende Angebote und Projekte:

 

 

 

 

 

 

 

 

Allgemeine Beratung

Die allgemeine Beratung hat die Aufgabe, präzise, verständlich und zeitnah eine erste Situationsabklärung/Diagnose zu erstellen, zu informieren und zu beraten.

Stellt sich bei diesem (Erst-)Kontakt heraus, dass die Vermittlung zu weiterführenden internen oder externen Fachangeboten erforderlich oder erwünscht ist, so erfolgt die möglichst passgenaue Vermittlung in diese Angebote

  • Angebote der allgemeinen Beratung
  • Aufklärung und Information zum Thema "Sucht"
  • Gesundheits- und AIDS-Beratung
  • Vermittlung in stationäre Entgiftungsbehandlungen
  • Begleitung/Betreuung während der Behandlung
  • Entwicklung von Anschlussperspektiven
  • Vorbereitung auf und Vermittlung in stationäre Entwöhnungsbehandlungen (inkl. Aufklärung/ Information und Antragstellung)
  • Vermittlung in interne und externe weiterführende Angebote

Öffnungszeiten: Montag 9.00 – 13.00 Uhr

Dienstag bis Donnerstag 9.00 – 17.00 Uhr

Freitag 9.00 – 13.00 Uhr

sowie Termine nach Vereinbarung

 

 

 

 

 

Ambulante (therapeutische) Beratung /Behandlung

Allgemeine Informationen

die Abhängigkeit von hochwirksamen psychoaktiven Substanzen ist oft Ausdruck von bereits vor der Abhängigkeit bestehenden, mehr oder weniger stark ausgeprägten Persönlichkeitsstörungen und psychischen Erkrankungen. Diese Störungen/Krankheiten werden von den betreffenden Personen bewusst oder unbewusst wahrgenommen und mit unterschiedlichen Suchtmitteln gewissermaßen selbst behandelt (Selbstmedikation).

Überdies führt die Abhängigkeit selbst und deren weitreichenden Auswirkungen zu zahlreichen Störungsbildern. Reifungsprozesse finden nicht oder nur verzögert statt. Vereinsamung, Perspektivlosigkeit und vielschichtigste "Selbstverstümmelungen" sind häufig das Resultat jahrelanger massiver Drogenabhängigkeit. die o.g. Persönlichkeitsstörungen haben also oft die unterschiedlichsten Ursachen. Von daher werden (therapeutische) Handlungs- und Lösungsansätze und –strategien individuell abgestimmt. Das methodische Repertoire umfasst daher unterschiedlichste therapeutische Verfahren (Gesprächstherapie, Gestalttherapie, NLP, Systemische Therapie, Psychodrama, Psychoanalytische Suchttherapie).

Ziele des therapeutischen Beratungsangebotes

  • Erkennen von - Auseinandersetzungen mit und Verlassen von erlernten dysfunktionalen Strukturen
  • Entwicklung von persönlichen Zielen und Schaffung von (/Handlungs-) Kompetenz zu deren Umsetzung (insbes. soziale und berufliche Eingliederung und Drogenfreiheit).
  • Entwicklung von Selbstwahrnehmungsfähigkeiten
  • Schaffung und Entwicklung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl
  • Entwicklung und Steigerung von Konfliktfähigkeit
  • Entdecken, Zulassen und Entwickeln von Gefühlen, Bedürfnissen und Ambitionen
  • Entdecken und Entwickeln von Kreativität und individuellen Fähigkeiten

Angebote der therapeutischen Beratung

  • Diagnostik
  • Einzelgespräche
  • Paargespräche
  • ambulante Therapie mit Angehörigen
  • Therapieberatung und -vermittlung (ambulant/stationär)
  • Therapienachsorge

Termine während der Öffnungszeiten und nach Vereinbarung

 

 

 

 

 

 

 

Angebot

"JVA"-Betreuung straffälliger und inhaftierter Personen

Allgemeine Informationen

Viele drogenabhängige Menschen werden aufgrund von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) oder wegen strafbarer Handlungen , die oft aus der Abhängigkeit resultieren (Beschaffungskriminalität) verurteilt und inhaftiert. Probleme weiterhin bestehender Abhängigkeit werden hiermit allerdings nicht gelöst, sondern oft noch vergrößert.

Aus diesem Grund haben inhaftierte Personen unter bestimmten Umständen die Möglichkeit, einen Teil ihrer Haftstrafe zurückstellen zu lassen und sich "statt dessen" einer stationären Langzeittherapie zu unterziehen. Die Drogenberatung Rheine hilft bei der Vorbereitung und Vermittlung in die Behandlung.

 

Zielgruppe:

Zur Zielgruppe zählen inhaftierte oder von Inhaftierung bedrohte drogenabhängige Menschen.

Ziele des Schwerpunktbereiches

  • Vermittlung in stationäre Entwöhnungsbehandlungen
  • Gesundheitsprävention in der JVA (Hepatitis und AIDS).
  • Haftbegleitung
  • Vorbereitung zur Entlassung. Vermittlung in weiterführende Angebote nach Entlassung (Wohnraumsuche, Substitution etc.)
  • Weiterführung von Betreuung und Beratung nach Haftentlassung
  • Kooperation mit Polizei und Justiz (RichterInnen, Staatsanwälten, Bewährungshilfe, Vollzug).
  • Beratung und Betreuung von Angehörigen

 

 

 

 

 

 

 

Angebot

Eltern-, Partner- und Angehörigenberatung

Allgemeine Informationen

Eltern, Partner und Angehörige von drogenabhängigen Menschen leiden sehr oft unter der Abhängigkeit ihnen nahestehender Menschen. Dabei sind Sorgen und Ängste um die betreffende Person häufig gepaart mit Selbstvorwürfen, Versagensängsten und –gefühlen, allgemeiner und situativer Überforderung sowie Hilflosigkeit und Resignation.

Die Arbeit mit Eltern, Partnern und Angehörigen ist damit ein wichtiger Bestandteil des Drogenhilfesystems, der letztlich auch den Betroffenen, dem Abhängigen zugute kommt.

Zielgruppe

Zur Zielgruppe gehören Eltern, Partner und Angehörige von drogenabhängigen Menschen.

Ziele des Angebotes

  • Die nachhaltige Verbesserung der (Lebens-) Situation von Eltern und Angehörigen von somatischer, psychischer, familiärer und sozialer Hinsicht
  • die Stärkung von Handlungs- und Konfliktkompetenz im Umgang mit abhängigen Angehörigen
  • Diskussion und Reflektion der eigenen Rolle
  • Erhöhung der Akzeptanz für die Lebenssituation und den Lebensentwurf der Abhängen
  • Stärkung des Selbsthilfepotenzials

Angebote                           

  • Aufklärung und Information
  • Krisenberatung und –intervention
  • Familienberatung
  • Vermittlung in weiterführende Hilfen, Therapien und Beratung
  • Anregung und Begleitung von Gesprächskreisen

 

 

 

 

 

 

 

 

Angebot

ambulante Nachsorge / allgemeine Information

Menschen, die eine stationäre Entwöhnungsbehandlung (erfolgreich) abgeschlossen haben, stehen bei ihrer Entlassung oft vor einem "sozialen Scherbenhaufen". Zwar sind sie nun drogengebrauchsfrei und gut motiviert, eine neuen Weg einzuschlagen, teilweise fehlt jedoch noch die nötige Handlungskompetenz, die neuen Aufgaben anzugehen und zu meistern. Andauernde Arbeitslosigkeit, unzureichende Wohnverhältnisse und fehlende soziale Bezüge führen oft zu Rückschlägen und Rückfällen. Eine enge Begleitung und Unterstützung von Personen in dieser Lebenssituation kann einen deutlich stabilisierenden und präventiven Effekt haben.

Immer wieder wird die Entwöhnungsbehandlung auch vorzeitig beendet (Abbruch oder Entlassung) – die Therapieziele werden nicht erreicht. In diesen Fällen ist ein sofortiger Neuaufbau der (Abstinenz-) Motivation erforderlich, Andernfalls ist das Abgleiten in die "Drogenszene" vorprogrammiert.

Zielgruppe:

Zur Zielgruppe zählen diejenigen Menschen, die eine stationäre Entwöhnungsbehandlung abgeschlossen bzw. vorzeitig abgebrochen haben.

Ziele des Angebotes

  1. bei Personen, die die Entwöhnungsbehandlung regulär abgeschlossen haben.
  2. bei Personen, die die Entwöhnungsbehandlung beendet haben (Abbruch oder Entlassung

a) (Wieder-)Eingliederung in Gesellschaft und Beruf

a) Abstinenzerhaltung

b) Vermittlung in "komplementäre" Maßnahmen

b) ggfls Vermittlung in eine erneute Entwöhnungsbehandlung

b) Neuaufbau der Abstinenzmotivation "Schadensbegrenzung"

  • Aufrechterhaltung und Erarbeitung von therapeutischen Zielen
  • Alltagsreflexion, (Weiter-) Entwicklung von Lebensperspektiven
  • Integrationshilfen (Beruf, Freizeit, Wohnen)
  • Abstinenzbegleitung und Krisenintervention
  • Vermittlung in weiterführende Maßnahmen

 

 

 

 

 

 

Angebot

Schulische und berufliche Wiedereingliederung

Allgemeine Informationen

Im Alter von durchschnittlich 16 bis 17 Jahren ereignet sich statistisch der Einstieg in die Abhängigkeit von den sogenannten "harten" und illegalen Drogen. Damit einher geht normalerweise der Abbruch der schulischen und beruflichen (Erst-)Ausbildung. Aus diesem Grund verfügen fast 80 % aller Drogenabhängigen im Kreis Steinfurt nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die fehlende berufliche Qualifikation ist, neben der bestehenden Abhängigkeit, wiederum verantwortlich für eine hohe Arbeitslosenquote innerhalb der Zielgruppe. Das Nachholen von schulischen und beruflichen Abschlüssen ist daher dringend erforderlich, wenn die berufliche Eingliederung gelingen soll.

Berufswahlberatung, Motivierung sowie Begleitung und Unterstützung bei bestehenden (Aus-) Bildungs- und Arbeitsverhältnissen stehen ebenso im Mittelpunkt der Tätigkeit, wie die Kooperation mit Kostenträgern (Arbeitsamt, GAB, (Aus-) Bildungseinrichtungen, Arbeitgebern u.a.)

Zielgruppe

Abhängige Personen, die eine schulische oder berufliche Qualifizierung anstreben sowie Personen, die arbeitslos sind oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind

Ziele des Angebotes

Berufliche (Wieder-)Eingliederung

Vermeidung von Arbeitslosigkeit

 

Angebote

  • Vermittlung in passende und verfügbare schulische oder berufsbildende Maßnahmen
  • Bewerbungstraining u.a. Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsschreiben und Lebensläufen
  • Unterstützung bei der Stellensuche
  • Vermittlung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angebot

Schuldnerberatung

allgemeine Informationen

die Beschaffung von und Versorgung mit illegalen Drogen ist für abhängige Personen aufgrund der bestehenden Prohibition und illegalem Handel überaus "teuer". Aufwendungen von 50,- € täglich und mehr sind die Regel. Dieser finanzielle Bedarf ist auf legalem Weg nur in seltenen Fällen zu befriedigen. Kriminelle Handlungen und massive Verschuldung werden zum Zwecke der Beschaffung von den abhängigen in Kauf genommen. Solange die betroffenen Personen massiv konsumieren, wird die Ver-/Überschuldung, die häufig 10.000,- € und mehr beträgt, meist nur als nebensächliches Problem wahrgenommen.

Mit Eintritt in eine Substitutionsbehandlung oder dem Beginn/Abschluss einer Entwöhnungsbehandlung und der damit einher gehenden Stabilisierung und (Wieder-) Eingliederung spielen die bestehenden Schulden plötzlich eine bedeutend größere Rolle. "Schufa"- Einträge sowie (Gehalts-)Pfändungen haben einen deutlich negativen Einfluss auf die Wohnungssuche, die Berufswahl, die Geschäftsfähigkeit und die Motivation der Ver-/ Überschuldeten. Die erfolgreiche gesellschaftliche und berufliche (Wieder-)Eingliederung ist daher maßgeblich abhängig von der Regulierung und ggf. Sanierung der Schulden der (ehemals) Abhängigen.

Zielgruppe

Verschuldete und "sanierungswillige" Personen, die abhängig sind oder waren. Dieses Angebot setzt eine hohe Verbindlichkeit der Schuldner voraus.

Ziele des Angebotes

  • Schuldensichtung
    (Bestandsaufnahme), -abbau und ggf –sanierung als eine Voraussetzung für die (Wieder-) Eingliederung der Verschuldeten
  • Vermeidung weiterer bzw. neuer Verschuldung
  • Vermeidung von (demofizierenden) Zwangsmaßnahmen

Angebote

  • Bestandsaufnahme – Sichtung der aktuellen finanziellen Situation sowie der existierenden Zahlungsverpflichtungen
  • Erstellen von realistischen Sanierungsplänen (Ratenzahlungen etc.)
  • Kontaktaufnahme und Vermittlung zwischen Gläubigern und Schuldnern
  • Verwaltung von Treuhandkonten
  • evtl. Aquise von Stiftungsmitteln zur Umschuldung/Gesamtsanierung
  • Kooperation mit Rechtsanwälten, Banken, Arbeitgebern und anderen Schuldenberatungsstellen.

 

Ihre Ansprechpartnerin : 

Irmgard Ebbing
(Sucht- und Sozialtherapeutin)